Ge(h) & würze dein Leben !
 
…denn für die Liebe ist ein Kraut gewachsen …..
 
Man sagt so gerne :
 
“in der Kürze liegt die Würze”
 
…das Zimt nicht immer…..
 
Geh für den guten Geschmack ein Zuckerstück weiter,
 
aber lass dich dabei nicht ins Bockshornklee jagen.
 
Damit dein Leben nicht fad schmeckt, solltest du auch mal den Pfad verlassen….. Korianderswo abbiegen, auch wenn das Zitronengras dort höher gewachsen ist.
 
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Nur so gelangst du an einen Lavendelpunkt in deinem Leben.
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 Rosmary Charlotte Melisse, eine Dame mit feinem Vanilleduft und orangefarbenem Teint, zart wie ein Gänseblümchen, nahm diesen Abstecher um dort ihren Waldmeister zu suchen.
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Sie erhoffte sich dort Meerrettich zu finden, als nur Baumtamarinde und ihre feinfühlige Schafgarbe ihr Recht.
 
Bertram war ein tatkräftiger Mann, kein feiner Dinkel, keiner dieser verweichlichten Stadtkerbel, denn er war als Major an den Gewürzen bekannt, der sich nur ungern auf seinen Lorbeeren wie auch auf seinen Bärlauch ausruhte.
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Während die Mittagssonne den minzgrünen Wald erhellte und das Chilischaf
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etwas Petersilie am Spitzwegerich graste, erblickte er zum ersten Mal, dieses faszinierende Wesen, die ganz galgant an dem Huflattich ihres Beifuß, Liebstöckelschuhe trug.
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“Welch nette Limette” entfuhr es ihm, ein echtes Mädesüß!
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Sie war so irritiert über das Kompiment, das sie sich ruckartig umdrehte, dass er ein Veilchen von ihr kassierte und sie ihm mit der Pastinake in ihrer Hand eine kleine Schnittlauchwunde zufügte.
 
Vor Wut über sich selbst wäre sie am liebsten auf die Paprikaden gegangen.
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Wasabi da nur wieder getan, dachte sie, aber wenn du mir Honig ums Maul schmierst, musst du mit einer gesalzenen Abfuhr rechnen.
 
Er wurde leicht Sauerampfer, sollte sie doch dort hin verschwinden, wo der Pfeffer wächst.
 
Beide mussten lachen, sie betonte aber dann:
 
Das geht mal so oreganisch, darüber macht man keine Lakritze.
 
Trotz des bittermandligen Beigeschmacks, fragte er sich, Sellerie duzen oder Siezen.
 
Vielleicht halte ich einfach meine Kapuzienerkresse ….
 
Irgendwo wird sich für mich schon der Sesam öffnen, soll sie doch vernelken ….
 
Wacholder ganze Aufwand…aber dieser Granatapfel, aphrodisierend wie die Tonkabohne, weckte in ihm junge Triebe .
 
Er entfernte sich ein kleines Stück, doch in ihrer Gegenwart konnte er nicht anders als zu denken:
 
diese Frau möchte ich nur all zu Kürbiskern kennenlernen, denn sie weckte Ysoptonische Gefühle in ihm.
 
Kurkuma rüber zu mir, flirtete sie ihn an, Salbei ihre Stimme ganz sanft wurde.
 
Das Eis war gebrochen, nachdem sie, ein paar Schritte weiter, gemeinsam den Duft der Kräuter der Provence einatmeten.
 
Bevor sie hier Wurzeln schlugen, verließen sie den Wald und bezogen ein Lebkuchenhaus.
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Sie hatte ihn sehr Grünkern, ohne das sie sich darüber bewusst war, Ingwer oder wen sie sich da grade verliebte.
 
Sie saßen mit einem Glas Wein am Kumin,
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schauten sich gemeinsam den Vollmohn und den Sternanishimmel an und fachsimpelten über phantasievolle Sternenbilder und den Gewürzsternenstaub des Garam Masala.
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Sie Pimpanelle die ganze Nacht, er gab ihr nicht nur seinen Fenchelsamen, sondern auch noch seinen Senfsamen dazu, bis seine Maiglöckchen so leer waren wie die Flasche Wein die sie tranken.
 
Sein Fingerhut tat sein übriges und sie schwelgte im Land der Paradieskörner.
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Von nun an gab er ihr jeden morgen einen Cous Cous, was eine feine Gerste seinerseits war.
 
Aber einen Wermutstropfen harz dieses Märchen, Thymian für solche Liebesgeschichten.
 
Eines Morgens offenbarte er ihr, dass er ein alter rucolanischer Krieger war, ein Ras el Hanout, der König der Gewürze, des alten Harissa Stamms.
Er war dazu verdammt weiterzuziehen ins Land des Estragons, Knoblauch immer das sein mochte.
 
Und Sumachte er sich auf den Weg…..durch den curryfarbenen Schnee…
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Sie rannte los und schrie ihm hinterher:
 
Borretsch hey, das Kardamom doch nicht alles gewesen sein, was Dillst du?
 
Ich muss weiterziehen um meinem Volk gerecht werden.
 
Die Tollkirsche vom heiligen Basilikum hat dies angeordnet.
 
Asant, zum Teufel mit dem Dreck!
 
Kümmel dich nicht darum, du Muskat nichts.
 
Das kannst du nicht machen, ohne dich bin ich am Bohnenkraut zerstört, ich verliere den Safranfaden, komm auf keinen grünen Rosmarinzweig.
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Und so entschieden sie gemeinsam den Weg zu nehmen, wo auch immer er hinführte…
 
Am Heilgabend, heirateten sie auf ihre Weise……mit allen Gewürzen.
Der Braut fehlte noch nicht einmal das Löffelkraut.
 
 
 
Denkt immer daran euer Essen gut zu würzen, bleibt kreativ und lasst es euch gutgehen, egal, wer euch Steine in den Weg legen will.
 
Dinkelmann wünscht Euch frohe Weihnachten.